Styropor problematisch bei der Fassadendämmung

Schimmel und Brandrückstände können die Gesundheit der Bewohner gefährden.

Die Energieeinsparverordnung (EneV) hat dazu geführt, daß bei schlecht isolierten Gebäuden durch Umbaumaßnahmen die Wärmeverluste nach außen reduziert werden. Ein unerwünschter Nebeneffekt waren zahlreiche Schimmelbefälle in Wohnräumen und Büros. Gründe dafür sind im wesentlichen die sehr dicht schließenden und gut isolierten Fenster sowie nicht angepasstes Lüftungsverhalten der Bewohner.

Auch die Fassadendämmung mit Styroporplatten kann problematisch sein, wie eine Studie im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in Kiel zeigt. Dieser Fassadenaufbau hat den Nachteil, daß keine Substanz für die Erwärmung der Gebäude-Außenhaut vorhanden ist. Die Dämmung verhindert einerseits, daß Wärme über die Außenmauer in die Dämmschicht gelangt (was ja gewollt ist). Andererseits ist eine Styropordämmung mit aufgebrachter dünner Putzschicht nicht in der Lage, Sonnenwärme tagsüber zu speichern und nachts langsam abzugeben. Die Folge ist eine feuchte Außenhaut, die dadurch als hervorragender Besiedlungsort für Algen und Schimmelpilze fungiert. Die von den Putz- und Fassadenfarben-Herstellern oft eingearbeiteten Biozide verhindern zunächst den Befall. Da diese Gifte wasserlöslich sein müssen, werden sie jedoch über die Jahre ausgewaschen und gelangen in unsere Gewässer. Massiver Schimmelbefall der Fassade kann durchaus auch in den Innenräumen problematisch werden, wenn intensive Sporenbildung vorliegt und diese bei ungünstigen mikroklimatischen Bedingungen durch gekippte oder ganz geöffnete Fenster oder Türen in die Wohnräume bzw. Büros gelangen.

Bei enem lokal begrenzten Brand in oder an einem Gebäude kann unter ungünstigen Bedingunen die gesamte Styropor-Dämmung und damit die gesamte Fassade in Brand geraten. Es werden zwar schwerentflammbare Materialien eingesetzt, trotzdem können die Styropor-Platten nach einiger Zeit zu brennen beginnen. Die fatale Folge ist, daß ein Fassadenfeuer von einer Wohnung zur anderen springen kann. Abgesehen vom der Brandzerstörung selbst entstehen bei solchen Bränden stets giftige Brandrückstände wie PAK oder Dioxine, die gesundheitlich sehr bedenklich sind und aufwendig von den verrußten Oberflächen entfernt werden müssen.

 

 

Mobilfunkstandard LTE Aktuell

In ganz Deutschland werden Sendeanlagen mit LTE-Technik ausgerüstet.

Die weite Verbreitung von internet-fähigen Mobiltelefonen führt dazu, daß der Bedarf an mobilen Internetdiensten weiter steigt. Hohe Datenraten für zum Teil unsinnige Spielereien z.B. zur Bekämpfung der Langeweile bei Jugendlichen oder zur Suche nach dem nächstgelegenen Pizzadienst erfordern die neue Technik LTE (Long Term Evolution). Deshalb sind die vier Netzbetreiber O2, Vodafone, Telekom und E+ zur Zeit intensiv damit beschäftigt, Sendeanlagen umzurüsten. Im näheren Umfeld der Zentrale unseres Institutes wurden bisher die Orte Egling, Eching, Schondorf und Seefeld mit LTE-Technik bestückt.
Die Anlagen werden sowohl im 800 MHz als auch im 2,6 GHz Frequenzband senden. Über die gesundheitlichen Aspekte dieses neuen Standards ist kaum etwas bekannt, da der Feldversuch mit dem unfreiwilligen Versuchskaninchen Mensch gerade erst in Stadt und Land anläuft. Während Internetforen und Presseveröffentlichungen der LTE-Interessenvertreter schon fleißig abwiegeln, halten sich andere Institutionen noch zurück. Gesundheitliche Askepte siehe auch der folgende Artikel. Abgesehen von möglichen gesundheitlichen Risiken der Hochfrequenzanlagen ist der Nutzen der Technik aus folgenden Gründen umstritten:

- geringe Reichweite bei ungünstigen geomorphologischen Verhältnissen (z.B. im Hügelland)
- Datenrate sinkt mit steigender Zahl der Nutzer in einer Funkzelle
- schlechtes Wetter (Regen, Schneefall) und Laubgehölze bremsen die Datenrate erheblich aus.

Aus diesen Gründen ziehen viele Dörfer eine störungssichere Glasfaser-Verkabelung der störanfälligen LTE-Technik vor und nehmen ihre Breitbandzukunft selbst in die Hand. Weiterer Nutzen: Gehört das Glasfasernetz der Gemeinde, bleibt die Wertschöpfung den Bürgern erhalten und wandert nicht an einen weit entfernten Konzern ab. Wer mehr zu diesem Thema wissen will, informiere sich unter breitband-tuerkenfeld.de.

 

 

Neues zur Gesundheitsgefährdung durch mobiles Telefonieren

WHO stellt aktuell fest: Telefonieren mit dem Handy könnte krebserregend sein.

“Möglicherweise krebserregend”: Zu diesem Ergebnis kommt eine WHO-Studie zur Handystrahlung. Die Weltgesundheitsorganisation hat die von Mobiltelefonen ausgehende Strahlung bei besonders intensiven Nutzern als 'möglicherweise krebserregend' eingestuft. Zu dieser Gruppe gehören Menschen, die seit zehn Jahren ein Handy nutzen und damit mindestens 30 Minuten am Tag telefonieren. Diese Voraussetzungen dürften bei vielen Nutzern inziwschen zutreffen, beobachtet man den Handykonsum z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Bewertung stammt von einer Arbeitsgruppe von 31 Fachleuten aus 14 Ländern, die bei der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC in Lyon getagt hatten, einem Teil der UN-Organisation für Gesundheit WHO. Sie diskutierten über Daten einer internationalen Untersuchung, der Interphone-Studie. Schon deren Abschlussbericht im Mai 2010 sowie vorher veröffentlichte Teilergebnisse aus einigen Ländern hatten die jetzt offizielle Risikoschätzung ergeben. Vor einem Jahr hatte die Leiterin der Studie Elisabeth Cardis gesagt: “Die obersten zehn Prozent unserer Studiengruppe scheinen tatsächlich ein erhöhtes Risiko zu haben, einen Hirntumor zu entwickeln.” An diesem Leiden erkranken in Europa pro Jahr etwa fünf von 100.000 Menschen.
Handystrahlung wird von der WHO nunmehr in der Kategorie 2b geführt: “possibly carcinogenic to humans” - möglicherweise krebserregend. Dazu gehören zahlreiche Chemikalien wie das verbotene Pflanzenschutzmittel DDTund Tätigkeiten wie z.B. in einer chemischen Reinigung. “Die Beweislage ist stark genug, um die 2b-Klassifikation der Handystrahlung zu rechtfertigen”, sagte Jonathan Samet von der University of Southern California, Leiter der Arbeitsgruppe. Die Forscher verweisen auch auf die große Anzahl von Handynutzern. Auf der Welt gibt es zur Zeit etwa es fünf Milliarden Mobilfunk-Verträge, hieß es in Lyon. Jeder Krebsverdacht stelle daher ein großes Gesundheitsproblem dar, sagte IARC-Direktor Christopher Wild.
Die Interphone-Studie hatte in 13 Ländern, unter anderem Deutschand, 5200 Krebspatienten mit 7700 Gesunden verglichen. Die Daten wurden vor einigen Jahren erhoben. Damals waren Mobiltelefone weniger verbreitet als heute, und es gab weniger langjährige Nutzer. Die Resultate zeigen das erhöhte Risiko für intensive Nutzer.

Es ist nie zu spät, das Handy aus- und das Hirn einzuschalten!

 

 

Wohngifte Aktuell:

Umweltbundesamt warnt vor Quecksilber aus zerbrochenen Energiesparlampen

Bei einer ersten orientierenden Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) mit zwei Energiespar-Leuchtmittelnn zeigte sich: “Unmittelbar nach dem Bruch kann die Quecksilber-Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter (µg/m3) für Innenräume liegen, bei dem das UBA und seine Innenraumkommission eine Beseitigung der Ursache empfehlen. Durch intensives Lüften sinkt die Quecksilbermenge in der Luft aber wieder deutlich ab. Kinder und Schwangere sollten sich von zerbrochenen Energiesparlampen fernhalten.”
Der Einsatz von Leuchtmitteln mit Kunststoffummantelungen bietet einen gewissen Schutz vor dem Ausgasen des Quecksilbers in die Raumluft, da die Lampen nicht so leicht zerbrechen. Aber auch dieser Lampentyp kann nicht verhindern, daß immer noch ein Großteil der ausgedienten Leuchtmittel in den Hausmüll wandern. Die Rückgabequote dieser Umweltkiller ist absolut miserabel.
Die eindeutig bessere und gesündere Alternative sind demnach z.B. Halogen-Leuchtmittel, auch wenn sie weniger energiesparsam sind.

Quelle: UBA