Wohngifte Aktuell:

Tabakrauch von vorgestern verursacht den Krebs von übermorgen

Bei unseren Schadstoffmessungen stoßen wir auch in Räumen, die schon jahrelang nicht mehr mit frischem Tabakrauch belastet sind, auf teils erhebliche Nikotin-Konzentrationen. Eine Forschergruppe aus den USA hat nun weitere Substanzgruppen gefunden und festgestellt, daß der alte Rauch gesundheitlich hochgefährlich werden kann (www.pnas.org).

Das frische dampfförmige Nikotin aus der Zigarette setzt sich auf allen Oberflächen im Raum ab, auch auf Kleidung, Haaren und Haut. Befinden sich sapetrige Säuren auf den Raum- und Möbeloberflächen - was fast überall der Fall ist - entstehen in einer chemischen Reaktion Nitrosamine. Im Tierversuch wurde eine stark krebserzeugende Wirkung bei den meisten der untersuchten Nitrosamine nachgewiesen. Diese kanzerogenen Substanzen haften über Wochen und Monate auf den Oberflächen des betroffenen Raumes und gefährden insbesondere Krabbelkinder, die das Gift über die Haut und verhaltenstypisch durch Ablutschen von Oberflächen aufnehmen.
Übrigens sind auch Fahrzeuge stark betroffen, die von Rauchern genutzt werden, da vom Motorraum geringe Mengen salpetriger Säuren in den Innenraum gelangen kann.

Es ist nicht möglich, diese Oberflächenbeläge hinaus zu lüften! Es bleibt nur, sämtliche betroffenen Oberflächen gründlich abzuwaschen. Die beste Alternative ist jedoch: Nie in Räumen rauchen, in denen sich Kleinkinder aufhalten, ja besser überhaupt nur im Freien rauchen!

Wenn Sie das Krabbelzimmer Ihres Kindes auf Tabakrauch-Rückstände überprüfen lassen wollen, bitte 08193/6651 anrufen oder mailen.

 

 

Medizin Aktuell:

Neue Verdachtsmomente gegen den Kunststoffbestandteil Bisphenol A

Bisphenol A (BPA) ist seit langem in der gesamten Biosphäre weit verbreitet. In Kunststoffverpackungen enthalten wandern die Moleküle unter ungünstigen Umständen in die Nahrung. Die Substanz wirkt erwiesenermaßen hormonell und wird in oft hohen Konzentrationen im Urin nachgewiesen. Patienten mit hohen BPA-Urinkonzentrationen berichteten häufiger von Herzbeschwerden als die Gruppe mit niedrigeren BPA-Konzentrationen (.PLoS ONE 5(1): e8673).

 

 

Nacktscanner in der Diskussion:

Gesundheitliche Gefahren kaum erforscht

Die angesichts der Terrorhysterie neu angeheizte Diskussion um Hochfrequenz-Strahlenquellen bei Flughafen-Kontrollen beinhaltet auch die Frage nach möglichen gesundheitlichen Gefahren dieser sog. Nacktscanner. Derzeit sind Meinungsäußerungen zu diesem Thema nicht fundiert. Selbst Fachleute wissen zu wenig über die eingesetzte Technik und deren Auswirkungen. Das zuständige Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weist auf diesen Umstand hin und betont, daß über mögliche biologische Effekte nichts bekannt ist.
Mit ersten Forschungsergebnissen des BfS ist nicht vor Ende 2010 zu rechnen. Wenn Politiker beim derzeitigen mangelhaften Wissensstand diese Geräte schon vorher in der Praxis einsetzen wollen, so stellt dies einen unverantwortlichen Umgang mit der Gesundheit der Bevölkerung dar.

 

 

Neue Funkdienste und Schnurlos-Telefone im 5 GHz-Frequenzbband